settle 2.0

f0d4a203c1EU-Kommission: ERASMUS+
Prämiert als „good practice“ Beispiel
Identifier: 2014-2-AT02-KA105-000176


Settle 2.0

Anlass für die Veranstaltung und Organisation einer Jugendbegegnung mit internationalem Charakter war die Vision, Jugendlichen, welche aufgrund ihrer sozialen Herkunft nur sehr eingeschränkt die Möglichkeit haben, internationale Erfahrungen zu sammeln, die Chance für eine solche zu bieten.

Sehr bald ließen sich vier Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Therapeutischen Gemeinschaft finden, welche diese Vision zu realisieren versuchten.

Weil sich bei einem Projekt in einem solchen Ausmaß natürlich auch die Frage der Finanzierung stellt, wurde auf eine Förderung der europäischen Kommission gehofft, welche letztendlich auch durch das Förderprogramm ERASMUS+ zustande kam.

Eine Fortbildungsreise ins finnische Lahti führte zur Projektpartnerschaft mit der niederländischen Organisation Trias Jeugdhulp. Mit den estnischen Projektpartnern der Organisation MTÜ Orava Noorteklubi Tegijad sind wir über die Onlineplattform SaltoYouth.net in Kontakt getreten.

Nach mehreren Monaten der Vorbereitung und Planung fand die Jugendbegegnung im August 2015 in Trakts statt.

Aus den drei Ländern Österreich, Holland und Estland nahmen insgesamt 25 Jugendliche teil.

Inhalt

Der Hauptteil des Projektes Settle 2.0 fand vom 9. bis zum 16 August 2014 in Tragöß statt. Die 25 Jugendlichen erarbeiteten mit unterschiedlichen angeleiteten Methoden all jene Punkte, welche ihnen zum Thema Demokratie wichtig waren und sind. Neben dem Erarbeiten der Inhalte konnten die teilnehmenden Jugendlichen ihre sozialen und sprachlichen Kompetenzen ebenso ausbauen, wie ihr Verständnis für die kulturelle Vielfalt und das Leben in der europäischen Union. Die Jugendlichen hatten die Möglichkeit, auf kreative Art und Weise ein demokratisches Verständnis zu entwickeln. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollten für politisches Denken sensibilisiert werden, ihr Wissen über Demokratie erweitert und gefestigt sowie auch andere politische Regierungsformen kennengelernt werden. Neben der gemeinsamen Erarbeitung des Hauptthemas, wurde den Jugendlichen viel Raum für die Stärkung interkultureller Kompetenzen geboten.

Dies konnte unter anderem durch die Vermittlung der eigenen Kultur sowie die Reflexion in der Gruppe ermöglicht werden. Den Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurde die Möglichkeit geboten, die Vorteile einer inklusiven Gemeinschaft auf internationaler Ebene zu verstehen und in ihrer Heimat weiterzuleben. Viele der teilnehmenden Jugendlichen haben aufgrund ihres sozialen Hintergrunds nicht die Möglichkeit, mit anderen Nationen in Kontakt zu treten. Bei der Jugendbegegnung „Settle 2.0“ hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Chance, neue internationale Freundschaften aufzubauen und dadurch Vorurteile abzubauen. Dass dies geschah, lässt sich daran beobachten, dass viele der Jugendlichen nach wie vor auf diversen Social Media Plattformen in Verbindung stehen. Da die Sprache im Camp Englisch war, konnten die Jugendlichen ihre sprachlichen Kompetenzen im geschützten Rahmen ausprobieren und dadurch auch verbessern. In den Reflexionszeiten wurde den Jugendlichen ein Gefühl für demokratische Gesprächsführung vermittelt und somit ihre Reflexionsfähigkeit gestärkt.

Die Förderung der Kreativität während der gesamten Jugendbegegnung hatte einen großen Stellenwert. In den einzelnen Aktivitäten konnten die Jugendlichen Materialien und Techniken des kreativen Gestaltens kennenlernen. Durch das gemeinsame Erarbeiten eines Liedes mit einer heimischen Band sowie die Produktion eines Videos über die Jugendbegegnung wurde die Kreativität der Teilnehmerinnen und Teilnehmer angeregt.

Ganz konkret wurden outdoor- und theaterpädagogische Maßnahmen eingesetzt. Außerdem hatten die Jugendlichen die Möglichkeit, theoretisches Wissen zum Thema Demokratie, welches sie sich im Verlauf des Projektes aneigneten, praktisch, in einer selbst errichteten Kartonstadt, zu erproben.

Knapp zwei Monate nach dem Hauptteil des Projektes wurde ein Follow-Up Abend veranstaltet, zu welchen die Jugendlichen und deren Eltern eingeladen wurden. Außerdem waren Vertreterinnen und Vertreter der Politik sowie Unterstützerinnen und Unterstützer der Jugendbegegnung geladen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Estland und den Niederlanden nahmen an der Veranstaltung via Skype teil.

Diese Veranstaltung diente dazu, die Inhalte und Ergebnisse des Projektes zu präsentieren und bei den Jugendlichen die Erfahrungen der Woche in Tragöß nochmals intensiver in Erinnerung zu rufen.

Folgenden Unterstützerinnen und Unterstützern gilt unser großer Dank:

LOGE – EU Info
Land Steiermark – Bildung, Familie und Jugend
Stadtgemeinde Bruck an der Mur

Grebien
Hako Farben und Lacke
Lagerhaus St. Michael
McDonalds
Radlgruber Werbegeschenke
Spielwaren Johann Voglmeir
Stadtapotheke Bruck an der Mur


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