Traumatherapeutische Wohngemeinschaft
Die Traumatherapeutische Wohngemeinschaft soll schwer traumatisierten Kindern und Jugendlichen einen sicheren Raum bieten, in dem sie sich entfalten und entwickeln können. Wo sie die Zeit und die Möglichkeit haben, ihre seelischen Wunden heilen zu lassen und sie wieder lernen können, anderen Menschen und der Welt zu vertrauen!
Traumatherapie endet nicht an der Tür des Therapeutenzimmers, sondern diese Kinder brauchen zur Verarbeitung ihrer Erlebnisse ein Netz von stabilen Beziehungen im Alltag – mit Personen, die ihre Symptomatik und Überlebensstrategien verstehen und die ein über pädagogische Interventionen hinausgehendes Fachwissen besitzen, um diesen Kindern ausreichende Unterstützung bieten zu können. Aus der pädagogischen Praxis ist in den letzten Jahren der Begriff der Traumapädagogik entstanden – als Antwort auf die Erfolglosigkeit und Nichtwirksamkeit bestimmter Konzepte.
Standort
Die Traumatherapeutische Wohngemeinschaft befindet sich Auf der Höhe 3 in der Gemeinde Trofaiach, Bezirk Leoben, in einem bedarfsgerecht adaptierten Einfamilienwohnhaus mit großer Gartenanlage. Aufgrund der örtlichen Gegebenheit und dem Bestreben, den Kindern und Jugendlichen eine Integration in die Gemeinschaft zu ermöglichen, können die Klienten verschiedenste Freizeitangebote in der Umgebung nützen. Dabei kann zwischen sportlichen, musischen und sozialen Angeboten gewählt werden.
Besonderheit
Im Vergleich zu einer sozialpädagogisch geführten Wohngemeinschaft ist einerseits der Betreuerschlüssel (850 %) höher und andererseits die Gruppe von Kindern relativ klein (6 Kinder und Jugendliche).
Außerdem wird durch eine traumapädagogische Ausbildung des Personals gewährleistet, dass auf die besonderen Bedürfnisse dieser Kinder und Jugendlichen eingegangen werden kann.
Dies sind, unter anderem, stabile und verlässliche Beziehungserfahrungen – trotz ihrer auffälligen und vielleicht eigenartigen Verhaltensweisen sowie die Wertschätzung dieser ehemals wichtigen Verhaltensstrategien.
Leistungen
- Volle Unterbringung bei erhöhtem Betreuerschlüssel (8,5 DP)
- Traumapädagogischer Zugang des Personals
- Interne traumatherapeutische Interventionen
- Externe Traumatherapie
- Körperbezogene Therapieangebote
- Erlebnispädagogik
- Musik– und kunsttherapeutische Angebote
Zielgruppe
- 6 Plätze und ein zusätzlicher passagerer Krisenplatz
- 6 bis 16jährige Mädchen und Burschen, wobei auf eine homogene Gruppe geachtet wird
- Ausschließende Kriterien sind körperliche oder geistige Behinderung sowie Drogen– und Alkoholabhängigkeit