Therapeutisches Klettern

Psychologisches bzw. therapeutisches Klettern bezieht sich auf Sportklettern und Bouldern in der Halle bzw. an Felswänden im Freien. In der Ergo- und Physiotherapie ist das therapeutische Klettern schon seit Jahren etabliert. Neben den motorischen sind ebenso kognitive Anforderungen zu bewältigen – ständige Aufmerksamkeit, Merken der Routen, etc. – und auch der sozio-emotionale Bereich wird aufgrund der gegenseitigen Sicherung angesprochen, wie auch eine klare Kommunikation gefördert.

In der pädagogischen Arbeit mit Kindern findet das therapeutische Klettern immer häufiger Anwendung. Ein positiver Affekt ist, dass Klettern von sich aus motivierend wirken kann und dass es sich beim Klettern um eine „offene Fähigkeit“ handelt. Es gibt keine vorgegebene Handlungsabfolge, um ein Problem zu lösen, sondern es sind experimentelle Gestaltungsmöglichkeiten vorhanden. Somit stehen Eigeninitiative und Eigenständigkeit vor der Fremdbestimmung im Vordergrund.

Die Wahrnehmung des eigenen Körpers und seiner Signale wird geschult, die Selbstwirksamkeit wird aufgrund der offenen Problemlösemöglichkeiten verstärkt, non-verbale Angstbewältigung in Verbindung mit Stabilisierungstechniken wird ermöglicht, sowie die Konzentration und Aufmerksamkeit gestärkt.

Kontakt
Mag. Nicole Mochart
Telefon: (0676) 898 678 703
E-Mail: n.mochart(at)tg-steiermark.at